Ein eigenes Business zu gründen kann sowohl aufregend als auch herausfordernd sein. Häufig beginnt alles mit einer Business-Idee und dem Gedanken, sich selbstständig zu machen. Egal, ob du ein Dropshipping-Business gründest, Print-on-Demand startest oder deinen eigenen Onlineshop erstellst: Alles beginnt mit der Wahl der Unternehmensform.
Bevor du dich also mit Logos oder Domains befasst, solltest du dir überlegen, welche Unternehmensform am besten zu dir passt. Dabei kannst du zwischen einer Vielzahl an Unternehmensformen wie etwa Einzelunternehmen, Personengesellschaften wie einer GbR oder Kapitalgesellschaften wie GmbH oder AG wählen. Hier erfährst du, welche Unternehmensformen in Deutschland beliebt sind, welche Vor- und Nachteile sie bieten und welche für dein Unternehmen am besten passt.
Warum die Wahl der Unternehmensform so wichtig ist
Die Unternehmensform, auch Rechtsform genannt, bildet den rechtlichen Rahmen, in welchem dein Business existiert. Sie bestimmt damit wichtige Rahmenbedingungen wie Haftung, Steuern und Kapitalbeschaffung.
Welche Unternehmensform die für dich passende ist, hängt also primär davon ab, wie groß du deine Geschäftsidee anlegen möchtest – z. B. wie viel Startkapital vorhanden ist, wie risikoreich das Geschäft ist und wie viel Umsatz bzw. Gewinn prognostiziert wird.
Die wohl einfachste Art, ein Unternehmen zu gründen, besteht in der Gründung eines Einzelunternehmens oder ab zwei Personen einer Personengesellschaft. Dafür brauchst du kein Stammkapital, sodass du schnell und unkompliziert loslegen kannst. Der wohl größte Nachteil: Du haftest mit deinem Privatvermögen.
Je größer und risikoreicher das Unternehmen, desto sinnvoller ist die Gründung einer Kapitalgesellschaft:
- Schutz des Privatvermögens
- Übertragbarkeit der Unternehmensanteile
- Steuerliche Vorteile je nach Rechtsform
- Niedrigschwellige Finanzierung
- Eigene Bonität unabhängig von der Person
- Haftungsbeschränkung (Achtung: bei Pflichtverletzung oder anderen Ausnahmen können weiterhin Haftungsbestände bestehen)
Die gängigsten Unternehmensformen in Deutschland
- Einzelunternehmen
- Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
- Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
- Aktiengesellschaft (AG)
In Deutschland gibt es verschiedene Unternehmensformen, wobei vor allem diese vier sehr beliebt sind: das Einzelunternehmen, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bzw. die Unternehmergesellschaft (UG), auch Mini-GmbH genannt, und die Aktiengesellschaft (AG). Hier erfährst du, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Rechtsformen bieten.
1. Einzelunternehmen
Ein Einzelunternehmen lässt sich als Einzelperson sehr leicht gründen. Kein Wunder also, dass die Unternehmensform in Deutschland mit rund 2 Millionen Firmen die mit Abstand beliebteste Unternehmensform ist (Stand Berichtsjahr 2024).
Ein Einzelunternehmen lohnt sich vor allem für Freelancer:innen, kleine Gewerbe und alle, die über wenig oder gar kein Startkapital verfügen und als Einzelperson ins Geschäftsleben starten wollen.
Wie aber gründest du ein Einzelunternehmen? Die Frage, ob dein Einzelunternehmen angemeldet werden muss, hängt ganz davon ab, ob du gewerblich oder freiberuflich arbeitest.
- Kleingewerbe: Einzelunternehmen, die für ihre gewerbliche Tätigkeit keinen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb benötigen, können als Kleingewerbe beim Gewerbe- und Finanzamt angemeldet werden. Ein Eintrag ins Handelsregister ist nicht notwendig, wobei eine freiwillige Eintragung möglich ist. Die Buchführung erfolgt einfach (Einnahmeüberschussrechnung, EÜR) und eine Jahresbilanz ist nicht nötig, solange der Umsatz höchstens 800.000 € Umsatz und der Gewinn nicht mehr als 80.000 € beträgt.
- Eingetragene Kaufleute: Für sogenannte eingetragene Kaufleute (e.K.) gilt das Handelsrecht. Sie müssen sich bei Gewerbe- und Finanzamt anmelden und ins Handelsregister eintragen lassen.
- Freelancer:innen: Für viele freie Berufe wie Anwält:innen, freiberufliche Schriftsteller:innen oder auch Wissenschaftler:innen ist keine gewerbliche Anmeldung, sondern lediglich die Anmeldung beim Finanzamt erforderlich, sodass die Gewerbesteuer bei ihnen entfällt. Prüfe also unbedingt, ob deine Arbeit nach § 18 Abs. 1 EStG zu den freien Berufen gehört oder du dein Einzelunternehmen gewerblich anmelden musst.
Vorteile
- Die Gründung erfolgt schnell und reibungslos und ohne Mindestkapitalvorgabe.
- Gerade bei kleinen Betrieben ist die Buchführung einfach (EÜR).
- Vor allem kleine Einzelunternehmen können von der Kleinunternehmerregelung nach § 19 des Umsatzsteuergesetzes profitieren, die bis zu einer Umsatzgrenze von 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr von der Umsatzsteuer befreit sind. Diese Regelung kann auch für andere Rechtsformen genutzt werden kann. Die Einkommensteuer fällt weiterhin an.
Nachteile
- Als Inhaber:in haftest du mit deinem vollen Privatvermögen, was dein Risiko erheblich erhöht.
Lies weiter: Einzelunternehmen gründen: Formen, Vorteile und Rechtliches
2. Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Eine der in Deutschland beliebtesten Personengesellschaften – also ein Unternehmen ohne Haftungsbeschränkung mit mindestens zwei Gründer:innen – ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Ähnlich wie beim Einzelunternehmen lässt sie sich leicht ins Leben rufen, verlangt kein Mindestkapital und auch die Buchführung bleibt mit der EÜR nach § 141 der Abgabenordnung bis zu einem Betrag von 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn übersichtlich. Danach kann das Finanzamt eine Buchführung verlangen. Aber Achtung: Auch hier haften die Inhaber:innen mit ihrem vollen Privatvermögen.
Da es mehr als eine:e Gründer:in gibt, wird der Gewinn anteilig nach dem Transparenzprinzip zugeschrieben. Eine Eintragung ins Handelsregister ist nicht nötig.
Seit der MoPeG-Reform 2024 (Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts) können sich GbRs allerdings freiwillig ins Gesellschaftsregister eintragen lassen und werden somit zur eGbR. Die Eintragung als eine eGbR erleichtert außerdem die Umwandlung in eine andere Rechtsform.
Für die Gründung einer GbR ist ein Gesellschaftsvertrag nicht vorgeschrieben, dennoch ist es empfehlenswert, alle rechtlichen Grundlagen einmal schriftlich festzuhalten.
Vorteile
- Die Gründung ist einfach und schnell, ganz ohne Mindestkapital.
- Die einfache Buchführung (EÜR) erleichtert die Buchhaltung.
Nachteile
- Die Inhaber:innen tragen das volle Haftungsrisiko mit ihrem Privatvermögen.
- Bei gewerblicher Tätigkeit fällt eine Gewerbesteuer an. Der Gewerbeertrag ist bis 24.500 € freigestellt. Die Höhe hängt vom Hebesatz der Gemeinde ab.
Lies weiter: GbR gründen: Der schnellste Weg zur eigenen Existenz
3. Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
In Deutschland ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH, eine der beliebtesten Unternehmensformen mit Haftungsbeschränkung – rund 850.000 GmbHs sind im Berichtsjahr 2024 offiziell angemeldet. Die Gründung einer GmbH kann durch eine Einzelperson oder aber eine Personengruppe erfolgen.
Der wohl größte Vorteil einer GmbH ist die durch die Rechtsform vermittelte Seriosität sowie die Haftungsbeschränkung. Sobald eine GmbH im Handelsregister steht, wird sie als eigene Rechtsentität verstanden, die Verträge unterschreiben, Dinge kaufen, klagen und verklagt werden kann.
Der Gründungsprozess gestaltet sich jedoch nicht ganz so leicht, denn neben einem Stammkapital von mindestens 25.000 €, wovon die Hälfte in das Geschäftskonto eingezahlt werden muss, sind auch ein Gesellschaftsvertrag, die Festlegung einer Geschäftsführung, die gewerbliche Anmeldung mit deinem Firmennamen sowie die Eintragung ins Handelsregister notwendig. Die Formalien müssen außerdem von einem Notar begleitet werden. Eine GmbH setzt eine doppelte Buchführung sowie die Aufstellung einer jährlichen Bilanz voraus. Ab mehr als 500 Beschäftigten ist ein Aufsichtsrat nötig.
Vorteile
- Die GmbH suggeriert ein hohes Maß an Seriosität.
- Die Haftung ist auf das Unternehmen beschränkt. Du als Privatperson haftest grundsätzlich nicht (mit Ausnahmen wie Bürgschaften und Geschäftsführerhaftung)
- Eine GmbH lässt sich leichter verkaufen oder aufteilen als beispielsweise ein Kleingewerbe oder eine GbR.
Nachteile
- Die Gründung ist mit einem hohen Maß an Aufwand verbunden (Gesellschaftsvertrag, Notarbesuche, Festlegung der Geschäftsführung, gewerbliche Anmeldung und Eintrag ins Handelsregister).
- Ein Stammkapital von 25.000 € ist nötig, wovon mindestens die Hälfte direkt eingezahlt werden muss.
- Doppelte Buchführung und eine jährliche Bilanz sind notwendig.
- Es fallen sowohl Körperschaftsteuer (15 % plus Solidaritätszuschlag) als auch Gewerbesteuer an (beide zusammen rund 30 %).
- Für die Dividendenausschüttung fällt eine Abgeltungsteuer von 26,375 %.
- Steuerlich lohnt sich eine GmbH meist erst bei hohen Gewinnen, die im Unternehmen belassen werden.
Mini-GmbH
Wie du siehst, ist es vom Einzelunternehmen bzw. einer Personengesellschaft zur GmbH ein ganz schöner finanzieller Sprung. Genau hier kommt die Unternehmergesellschaft (UG) ins Spiel, die häufig als Mini-GmbH bezeichnet wird. Bei der Gründung einer UG ist als Stammkapital lediglich 1 € nötig, wobei jährlich 25 % des Jahresüberschusses als Rücklage behalten werden müssen und das solange, bis 25.000 € erreicht sind. Dann ist die Umwandlung in eine GmbH möglich, wobei diese Entscheidung den Inhaber:innen überlassen ist. Steuerlich wird die UG wie eine GmbH behandelt.
Lies weiter: GmbH gründen: Dein Leitfaden für einen erfolgreichen Start
4. Aktiengesellschaft (AG)
Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine Kapitalgesellschaft mit Aktien als Anteilsscheine. Als AG öffnet das Unternehmen die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung, was nicht nur den eigenen Kapitalbedarf decken kann, sondern auch zu einer höheren Reputation und einer einfacheren Übertragung von Anteilen führt.
Das Mindestkapital zur Gründung beträgt 50.000 €, wobei auch hier die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen, nicht das Privatvermögen der Gründer:innen beschränkt ist. Wie auch eine GmbH wird die AG als eigene juristische Person verstanden, deren Anteile von Aktieninhaber:innen gehalten werden.
Der Gründungsprozess ist etwas langwieriger und setzt die notarielle Beurkundung der Satzung im Beisein aller Gründer:innen voraus. In einer klassischen AG muss ein Aufsichtsrat von mindestens drei Personen berufen werden, der den Vorstand bestellt. Die Hauptversammlung aus Aktionär:innen bildet das dritte Organ. Hinzu kommen ein Gründungsbericht sowie eine interne und bei Sacheinlagen auch externe Prüfung. Die AG muss zudem im Handelsregister eingetragen werden. Eine Börsennotierung ist mit zusätzlichen Zulassungen möglich, allerdings nicht vorgeschrieben.
Im laufenden Betrieb muss eine AG doppelte buchführen und einen Jahresabschluss schreiben, der bei mittelgroßen und großen AGs von einem Abschlussprüfer testiert wird. Ab einer gewissen Größe müssen AGs außerdem einen jährlichen Lagebericht schreiben.
In Deutschland gibt es zudem eine Sonderregelung der sogenannten kleinen AG, welche keine eigene Rechtsform ist, sondern eine nicht börsennotierte AG meint, für die das Aktienrecht Erleichterungen kennt. Je nach Größe entfallen spezielle Prüfungen und der Lagebericht.
Vorteile
- Die Haftung ist auf die AG beschränkt, sodass dein Privatkapital grundsätzlich sicher ist (Achtung: auch hier gibt es Ausnahmen).
- Leichte Aufteilung des Unternehmens in Aktien.
- Die Rechtsform AG genießt eine hohe Reputation.
- Erleichterte Kapitalbeschaffung durch attraktive Aktienanteile, die an Investor:innen verkauft werden können.
Nachteile
- Sowohl die AG als auch die kleine AG benötigen einen hohen Organisationsaufwand.
- Eine AG unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben.
- Das hohe Startkapital von 50.000 €.
- Es fallen Körperschaftsteuer sowie eine Gewerbesteuer (zusammen 30 %) an.
- Dividendenausschüttungen werden mit 26,375 % besteuert.
- Auch bei einer Ein-Personen-AG ist ein Aufsichtsrat mit drei Personen notwendig.
Lies weiter: Was ist eine AG? Vorteile und Pflichten einer Aktiengesellschaft
Wie du die passende Unternehmensform wählst
In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Unternehmensformen, die für unterschiedliche Geschäftsideen mal mehr und mal weniger passend sein können. Da jede:r Gründer:in mit anderen Vorstellungen und Grundvoraussetzungen in den Gründungsprozess startet, lohnt es sich, die eigenen Bedürfnisse mit einer Steuerberaterin oder einem Notar durchzusprechen.
Beachte bei der Wahl der Unternehmensform folgende Punkte:
1. Persönliche Haftung
Die Art deiner Tätigkeit bestimmt maßgeblich, wie hoch dein Haftungsrisiko ist. Generell gilt die Faustregel: Je höher das Risiko, desto wichtiger ist die Haftungsbeschränkung.
Hier ein Beispiel: Du verkaufst Print-on-Demand-Shirts mit deinen eigenen Designs, die du über deinen Onlineshop verkaufst, jedoch über eine:n Drittanbieter:in bedrucken und versenden lässt. Dein Bestellvolumen ist klein, aber beständig und dein Haftungsrisiko überschaubar. Personenschäden sind hier eher unwahrscheinlich, also achte vor allem auf Marken- und Urheberrechte, denn Abmahnungen sind ein typisches Risiko. Mit sorgfältig geprüften Designs reicht hier meist ein Einzelunternehmen.
Anders sieht es aus, wenn du Elektro-Kleingeräte (z. B. Powerbanks, Akkus und mehr) importierst und über deinen Onlineshop verkaufst. Bei defekten oder fehlerhaften Artikeln greift die Produkthaftung. Beim Import bestellst du wahrscheinlich große Mengen, die das Risiko mit sich bringen, dass du sie hoch verzollen musst oder nicht verkauft bekommst. Hinzu kommen Risiken wie Verbraucherrecht, Abmahnungen und Produktsicherheit, für die du mit deinem vollen Privatvermögen haftest. Es ist deshalb ratsam, dass du dir über die Risiken im Klaren bist und im besten Fall eine Kapitalgesellschaft wie eine UG oder GmbH gründest und zusätzlich eine Produkthaftpflichtversicherung abschließt, um dich selbst zu schützen.
2. Gründung mit Partner:innen
Die Anzahl der Gründungspartner:innen schließt einige Unternehmensformen direkt aus. Überlege dir also, ob du allein oder mit Partner:innen gründen möchtest. Gründest du allein, kannst du zwischen einem Einzelunternehmen und einer Kapitalgesellschaft wählen. Wenn du mit Partner:innen gründest, kannst du entweder eine Personengesellschaft oder eine Kapitalgesellschaft starten.
3. Startkapital und Kapitalbedarf
Bei der Unternehmensgründung ist zudem die Frage entscheidend, wie viel Startkapital du mitbringst. Gründen ist ein Wagnis, das für den Start mal mehr, mal weniger teuer ausfallen kann.
Gerade die Gründung eines Einzelunternehmens ist einfach und günstig, jedoch erschwert die Unternehmensform die spätere Kapitalbeschaffung, wenn du beispielsweise entscheidest, Investor:innen oder Partner:innen mit ins Boot zu holen.
Wenn du eine UG, GmbH oder AG gründest, wird das Unternehmen als eigene juristische Person betrachtet, was es viel leichter macht, Anteile zu übertragen oder Investor:innen aufzunehmen.
Unternehmen offiziell gründen – die nötigen Schritte
Hast du dich für eine Unternehmensform entschieden, kannst du dich an den Gründungsprozess machen. Wie bereits besprochen, fällt der Gründungsprozess unterschiedlich aus und geht beim Einzelunternehmen einfach und schnell, kann bei der Gründung von Kapitalgesellschaften aber auch langwierig und teuer sein.
Die folgenden Schritte geben eine grobe Übersicht:
- Rechtsform und Sitz festlegen
- Firmennamen wählen
- Gesellschaftsvertrag aufsetzen (bei GbR empfohlen, bei Kapitalgesellschaften Pflicht)
- Eröffnung eines Geschäftskontos
- Notarielle Beurkundung (nur bei Kapitalgesellschaften)
- Einzahlung des Stammkapitals (für Kapitalgesellschaften)
- Handelsregistereintrag (je nach Unternehmensform Pflicht)
- Gewerbe anmelden (ausgenommen hier sind Freelancer:innen)
- Steuerliche Erfassung beim Finanzamt
Fazit
Gründen kann eine Herausforderung sein, aber mit der richtigen Vorbereitung läutet der Prozess eine aufregende neue Phase ein. Setze zunächst einen Business-Plan auf, überlege dir, welche Haftungsvoraussetzungen bestehen sollen, wie viel Startkapital du mitbringst und wie dein langfristiger Kapitalbedarf aussieht.
Bei kleinen und mittleren Gewinnen sind Einzelunternehmen oder Personengesellschaften meist sinnvoller. Wenn du deinen Gewinn im Unternehmen behalten möchtest, kann sich eine Kapitalgesellschaft lohnen. Tausche dich im Zweifel mit Steuerberater:innen, Notar:innen und anderen Gründer:innen aus.
FAQ – Unternehmensformen
Was sind die vier beliebtesten Unternehmensformen in Deutschland?
In Deutschland kannst du zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher Unternehmensformen wählen. Zu den beliebtesten zählen das Einzelunternehmen, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bzw. die Unternehmergesellschaft (UG), die auch als kleine GmbH bekannt ist, sowie die Aktiengesellschaft (AG).
Was ist besser, eine GbR oder GmbH?
Das kommt ganz auf deine Bedürfnisse, die Anzahl der Gründer:innen und die Tätigkeit an. Wenn dein Risiko gering ist, du schnell starten möchtest und eine:n Partner:in hast, könnte die GbR die passende Rechtsform sein. Bei höherem Risiko, und dem Plan, Investor:innen zu gewinnen, lohnt sich eine GmbH (Stammkapital 25.000 €) oder, mit weniger Startkapital, eine UG, die später in eine GmbH umgewandelt werden kann.
Wie viel Startkapital brauchst du, um ein Unternehmen zu gründen?
Das kommt ganz auf die Rechtsform an. Zum Gründen eines Einzelunternehmens brauchst du erst einmal kein Startkapital, wobei je nach Geschäftsidee Kapital für Inventar oder Mitarbeitende anfällt. Zur Gründung einer UG brauchst du lediglich 1 € Startkapital. Für eine GmbH sind es 25.000 € und für eine AG 50.000 €.
Wann ist eine Unternehmensform mit Haftungsbeschränkung sinnvoll?
Du solltest unbedingt auf eine Haftungsbeschränkung achten, wenn du ein risikoreiches Unternehmen gründen möchtest. Wenn es im schlimmsten Fall also zu hohen Schäden kommen kann, du hohe Fixkosten trägst oder eine hohe Vorfinanzierung nötig ist, ist eine Haftungsbeschränkung sinnvoll.
*Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Rechtsberatung dar. Bitte konsultiere eine unabhängige Rechtsberatung für Informationen, die spezifisch für dein Land und deine Umstände sind. Shopify haftet in keiner Weise für deine Verwendung oder dein Vertrauen in diese Informationen.




