Eine klare Struktur im Vertrieb hilft dir dabei, potenzielle Kund:innen vom ersten Kontakt bis zum Kauf systematisch zu begleiten. Genau dafür gibt es die Vertriebspipeline. Gerade wenn dein E-Commerce-Unternehmen neben direkten Verkäufen im Onlineshop auch individuelle Angebote, beratungsintensive Produkte oder unterschiedliche Kundengruppen betreut, kann sie für mehr Übersicht sorgen. Statt Kontakte und offene Aufgaben an verschiedenen Stellen zu verwalten, bildest du deinen Verkaufsprozess in nachvollziehbaren Phasen ab.
In diesem Beitrag erfährst du, was eine Vertriebspipeline ist, aus welchen Phasen sie besteht und wie du sie aufbaust, verwaltest und gezielt optimierst.
Was ist eine Vertriebspipeline?
Eine Vertriebspipeline stellt deinen Verkaufsprozess strukturiert dar und ordnet Leads klaren Phasen von Erstkontakt bis After-Sales zu. So erkennst du Deal-Status, nächste Schritte und Umsatzpotenziale. Der Aufbau variiert je nach Geschäftsmodell. Entscheidend ist eine eindeutige Definition der Phasen, damit Teams Übergänge und notwendige Aktionen jederzeit nachvollziehen und optimieren können.
Vertriebspipeline und Sales Funnel: Wo liegt der Unterschied?
Die Vertriebspipeline wird häufig mit dem Sales Funnel verwechselt. Beide Modelle beschreiben zwar einen ähnlichen Verkaufsprozess, betrachten ihn jedoch aus unterschiedlichen Perspektiven.
Die Vertriebspipeline betrachtet vor allem die Aktivitäten deines Unternehmens und beantwortet beispielsweise die Frage: Welche Schritte muss dein Vertrieb unternehmen, damit aus einem Lead ein abgeschlossener Deal wird?
Der Sales Funnel betrachtet dagegen stärker den Weg potenzieller Kund:innen. Er zeigt, wie viele Personen von einer größeren Ausgangsgruppe tatsächlich bis zur Kaufentscheidung gelangen.
Vereinfacht gesagt:
- Die Vertriebspipeline zeigt, was dein Vertrieb tut.
- Der Sales Funnel zeigt, wie sich potenzielle Kund:innen durch den Kaufprozess bewegen.
- Die Pipeline konzentriert sich auf einzelne Deals und deren Status.
- Der Funnel konzentriert sich stärker auf Mengen und Conversion Rates zwischen einzelnen Stufen.
Beide Modelle können deshalb parallel eingesetzt werden. Der Funnel hilft dir beispielsweise dabei, zu erkennen, an welcher Stelle viele Interessent:innen abspringen. In deiner Pipeline kannst du anschließend untersuchen, welche Vertriebsaktivitäten an dieser Stelle verbessert werden könnten.
Warum ist eine Vertriebspipeline wichtig?
Wenn nur wenige Deals gleichzeitig bearbeitet werden, lässt sich der Status einzelner Interessent:innen noch ohne festes System überblicken. Bei vielen Verkäufen und parallelen Kundengesprächen wird das jedoch schnell unübersichtlich.
Eine Vertriebspipeline schafft eine gemeinsame Grundlage und hilft, Verkaufschancen zu priorisieren und den Prozess zu steuern.
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- Mehr Transparenz: Offene Deals und ihre Phase sind sofort sichtbar.
- Klare Prioritäten: Fokus auf Chancen mit konkretem Handlungsbedarf.
- Einheitliche Abläufe: Alle arbeiten mit denselben Phasen und Kriterien.
- Bessere Umsatzplanung: Deals und Abschlusswahrscheinlichkeiten dienen als Forecast.
- Frühes Erkennen von Engpässen: Blockierte Phasen werden sichtbar.
- Einfachere Zusammenarbeit: Nachvollziehbar, was bereits passiert ist und was folgt.
Eine effektive Vertriebspipeline ist mehr als eine Liste potenzieller Kund:innen: Sie verbindet Deals mit konkreten Aktivitäten, macht den Prozess messbar und erleichtert fundierte Entscheidungen.
Welche Phasen hat eine Vertriebspipeline?
Es gibt keine vorgeschriebene Zahl von Pipeline-Phasen. Die einzelnen Phasen der Pipeline sollten zu deinem Produkt, deiner Zielgruppe und deinem tatsächlichen Verkaufsprozess passen.
Als Ausgangspunkt kannst du die folgenden sieben Phasen verwenden.
1. Interessent:innen identifizieren
Am Anfang steht die Suche nach potenziellen Kund:innen. Im E-Commerce können das sowohl einzelne Verbraucher:innen als auch Unternehmen sein, die aufgrund ihrer Interessen, ihres Kaufverhaltens oder eines konkreten Bedarfs zu deinem Angebot passen.
Neue Leads können über unterschiedliche Kanäle entstehen, etwa:
- Anfragen über deinen Onlineshop
- bestehende Kundendaten
- Empfehlungen
- Veranstaltungen und Messen
- E-Mail-Anfragen
- soziale Netzwerke
- Content- und Marketingmaßnahmen
Entscheidend ist zunächst, Kontakte zu identifizieren, für die dein Angebot grundsätzlich relevant sein könnte.
2. Leads qualifizieren
Nicht jede Anfrage besitzt dieselbe Verkaufschance. Deshalb prüfst du in der nächsten Phase, welche Leads tatsächlich zu deinem Angebot passen.
Mögliche Kriterien sind:
- Welches Problem möchte die Person oder das Unternehmen lösen?
- Passt dein Produkt zu diesem Bedarf?
- Ist ein realistisches Budget vorhanden?
- Welche Bestellmenge wird benötigt?
- Wer trifft die Kaufentscheidung?
- In welchem Zeitraum soll gekauft werden?
Mit einer klaren Qualifizierung verhinderst du, dass dein Team unverhältnismäßig viel Zeit in Kontakte investiert, bei denen ein Abschluss unwahrscheinlich ist. Gleichzeitig kannst du leichter eine Entscheidung treffen, welche Verkaufschancen weiterverfolgt werden sollten.
3. Bedarf genauer ermitteln
Bei qualifizierten Leads geht es anschließend darum, die Anforderungen genauer zu verstehen.
Je nach Zielgruppe können beispielsweise Budget, gewünschte Produktmerkmale, Bestellmenge, wiederkehrender Bedarf oder bestimmte Zahlungs- und Lieferbedingungen relevant sein. Bei beratungsintensiven Produkten können außerdem technische Anforderungen oder die konkrete Nutzung eine Rolle spielen.
Die gewonnenen Informationen bilden die Grundlage für ein passendes Angebot und helfen dir dabei, Leads durch die Pipeline bewegen zu können, ohne wichtige Informationen zu überspringen.
4. Produkt oder Lösung präsentieren
In dieser Phase zeigst du, wie dein Angebot zum ermittelten Bedarf passt.
Je nach Geschäftsmodell kann dies ein Beratungsgespräch, eine Produktvorführung, ein persönliches Meeting oder eine digitale Präsentation sein. Bei weniger komplexen Produkten reicht möglicherweise eine gezielte Produktempfehlung mit ergänzenden Informationen.
Statt möglichst viele Funktionen oder Produkte vorzustellen, solltest du dich auf diejenigen Eigenschaften konzentrieren, die für den jeweiligen Lead tatsächlich relevant sind.
5. Angebot erstellen
Ist der Bedarf geklärt, erhält der Lead ein konkretes Angebot. Dieses sollte unter anderem eindeutig machen, welche Produkte oder Leistungen enthalten sind, welche Mengen vereinbart wurden und welcher Preis gilt.
Bei größeren, individuellen oder wiederkehrenden Bestellungen können darüber hinaus besondere Konditionen oder Lieferbedingungen eine Rolle spielen.
Damit die Pipeline aussagekräftig bleibt, solltest du festlegen, unter welchen Voraussetzungen ein Deal tatsächlich als „Angebot erstellt“ gilt. Ein unverbindliches Erstgespräch allein sollte beispielsweise nicht ausreichen.
6. Verhandeln und Abschluss erzielen
Bei größeren Geschäften folgt auf das Angebot häufig eine Verhandlungsphase. Fragen zu Preisen, Mengen, Lieferterminen oder Vertragsbedingungen werden geklärt, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.
Wird das Angebot angenommen und der Verkauf abgeschlossen, wechselt der Deal zum erfolgreichen Abschluss. Anschließend sollte in deinem System eindeutig dokumentiert werden, ob der Deal gewonnen oder verloren wurde.
Auch verlorene Verkaufschancen liefern wichtige Informationen. Wenn du Gründe für Absagen dokumentierst, kannst du später erkennen, ob beispielsweise Preis, Produktumfang oder ein fehlendes Feature regelmäßig gegen einen Kauf sprechen.
7. Kund:innen nach dem Kauf betreuen
Mit dem Kauf muss die Vertriebspipeline nicht zwangsläufig enden. Sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftskund:innen kann sich eine Nachkaufphase lohnen, insbesondere wenn Wiederholungskäufe oder eine längerfristige Kundenbeziehung relevant sind.
Hier kannst du beispielsweise prüfen, ob die Bestellung erfolgreich abgewickelt wurde und ob weiterer Bedarf besteht.
Diese Phase schafft außerdem einen geregelten Übergang vom Vertrieb zur laufenden Kundenbetreuung. Bei bestehenden Kund:innen können daraus später neue Verkaufschancen, Wiederholungskäufe oder ergänzende Käufe entstehen.
So baust du eine Vertriebspipeline auf
Der Aufbau einer Vertriebspipeline sollte keinen theoretischen Idealprozess abbilden. Stattdessen sollte die Pipeline möglichst genau widerspiegeln, wie Verkäufe in deinem Unternehmen tatsächlich zustande kommen.
Eine einfache Vorlage für die Vertriebspipeline kann dir zu Beginn Orientierung geben. Die einzelnen Schritte solltest du jedoch an dein Geschäftsmodell und deine tatsächlichen Abläufe anpassen.
1. Definiere deine Zielkundschaft
Beginne mit der Frage, welche Kund:innen du überhaupt erreichen möchtest.
Ein ideales Kundenprofil kann beispielsweise Merkmale wie Bedürfnisse, Interessen, Standort, Kaufverhalten oder typische Bestellwerte enthalten. Verkaufst du auch an Unternehmen, können zusätzlich Faktoren wie Branche, Unternehmensgröße oder Bestellmenge relevant sein. Bisherige Kaufdaten können dir ebenfalls Hinweise darauf geben, welche Kundengruppen besonders interessant sind.
Je genauer dieses Profil ist, desto leichter kannst du später entscheiden, welche Leads in deine Pipeline gehören.
2. Zeichne deinen aktuellen Verkaufsprozess auf
Dokumentiere anschließend, welche Schritte zwischen einem neuen Lead und einem abgeschlossenen Geschäft normalerweise stattfinden.
Frage dich beispielsweise:
- Wie entsteht ein neuer Lead?
- Wann nimmt der Vertrieb Kontakt auf?
- Welche Informationen werden benötigt?
- Wann gilt ein Lead als qualifiziert?
- Wann wird ein Angebot erstellt?
- Welche Schritte sind bis zum Kauf erforderlich?
Diese Bestandsaufnahme erleichtert es dir, eine Pipeline aufzubauen, die zu deinem Unternehmen passt. Beginne mit dem tatsächlichen Ablauf und nicht mit einer möglichst komplexen Vorlage. Überflüssige Phasen machen die Pipeline schwerer zu pflegen.
3. Lege eindeutige Pipeline-Phasen fest
Übertrage die wichtigsten Schritte deines Verkaufsprozesses in klar voneinander getrennte Phasen.
Für jede Phase sollten zwei Dinge eindeutig sein:
- Welche Voraussetzung muss erfüllt sein, damit ein Deal in die Phase aufgenommen wird?
- Welche Aktion sorgt dafür, dass er die Phase wieder verlässt?
So verhinderst du, dass Leads ohne nachvollziehbaren Status in der Pipeline liegen bleiben.
4. Ordne vorhandene Leads ein
Wenn du bereits mit Interessent:innen im Gespräch bist, kannst du deine bestehenden Deals anschließend den neuen Phasen zuordnen.
Bei dieser Gelegenheit lohnt sich eine Bereinigung. Kontakte, die seit langer Zeit keine Aktivität zeigen oder inzwischen eindeutig kein Interesse mehr haben, sollten nicht dauerhaft als aktive Verkaufschance geführt werden.
Eine überfüllte Pipeline wirkt zwar auf den ersten Blick positiv, erschwert aber realistische Prognosen. Auch die reine Anzahl an Leads sagt deshalb wenig darüber aus, wie wahrscheinlich zukünftige Abschlüsse sind.
5. Definiere Aktivitäten und Verantwortlichkeiten
Eine Pipeline sollte nicht nur zeigen, wo ein Deal steht, sondern auch, was als Nächstes passiert.
Lege deshalb pro Phase typische Aktivitäten fest, beispielsweise:
- Erstkontakt durchführen
- Bedarfsgespräch vereinbaren
- Angebot erstellen
- Rückfrage beantworten
- Follow-up senden
- Vertrag prüfen
- Übergabe an die Kundenbetreuung durchführen
Wenn mehrere Personen am Vertrieb beteiligt sind, sollte zudem klar sein, wer für den jeweiligen Deal verantwortlich ist.
6. Lege messbare Ziele und Kennzahlen fest
Damit du beurteilen kannst, ob deine Pipeline funktioniert, benötigst du Vergleichswerte.
Dazu gehören beispielsweise Zielumsätze pro Monat oder Quartal, gewünschte Abschlussraten oder eine maximale Verweildauer in bestimmten Pipeline-Phasen.
Mit zunehmender Datenmenge kannst du realistischere Benchmarks entwickeln und dadurch besser einschätzen, wie viele qualifizierte Kontakte du benötigst, um deine Umsatzziele zu erreichen.
7. Pflege und überprüfe die Pipeline regelmäßig
Eine Vertriebspipeline verliert schnell ihren Nutzen, wenn abgeschlossene Deals weiterhin als offen gelten oder Aktivitäten nicht dokumentiert werden.
Überprüfe deshalb:
- Welche Deals haben sich weiterentwickelt?
- Welche Leads reagieren nicht mehr?
- Wo fehlt ein nächster Schritt?
- Welche Verkaufschancen sollten geschlossen werden?
- In welchen Phasen entstehen Engpässe?
Pipeline-Pflege ist damit ein fester Bestandteil des Vertriebsprozesses und keine einmalige Aufgabe.
Welche Kennzahlen solltest du für deine Vertriebspipeline beobachten?
Eine Pipeline wird besonders wertvoll, wenn du nicht nur Deals erfasst, sondern ihre Entwicklung analysierst.
- Anzahl der offenen Deals: Sie zeigt, wie viele aktive Verkaufschancen es gibt. Allein ist sie wenig aussagekräftig: 100 unqualifizierte Leads sind oft weniger wert als 10 konkrete Chancen kurz vor dem Abschluss.
- Pipeline-Wert: Der Pipeline-Wert ist die Summe aller potenziellen Deal-Werte. Beispiel: 5 Deals à 10.000 € ergeben 50.000 € Pipeline-Wert. Das entspricht jedoch nicht zwingend realem Umsatz.
- Gewichteter Pipeline-Wert: Für eine realistischere Prognose wird jeder Deal mit seiner Abschlusswahrscheinlichkeit gewichtet: Deal-Wert × Wahrscheinlichkeit = gewichteter Wert. Die Summe aller Deals ergibt eine vorsichtigere Umsatzprognose.
- Conversion Rate zwischen Phasen: Sie zeigt, wie viele Deals von einer Phase in die nächste übergehen. Ein starker Abfall zwischen zwei Phasen weist auf einen Engpass hin.
- Abschlussrate: Sie misst, wie viele Deals tatsächlich gewonnen werden. Damit lässt sich besser planen, wie viele Leads für Umsatzziele nötig sind.
- Länge des Vertriebszyklus: Sie beschreibt die Zeit vom ersten Kontakt bis zum Abschluss. Ein langer Zyklus kann auf ineffiziente Prozesse hinweisen, bei hochpreisigen oder erklärungsbedürftigen Produkten aber auch Teil eines normalen Kaufprozesses sein.
Best Practices zur Verwaltung deiner Vertriebspipeline
Eine gute Verwaltung der Vertriebspipeline sorgt dafür, dass die dargestellten Verkaufschancen auch tatsächlich dem aktuellen Stand entsprechen. Ein System allein reicht dafür nicht aus – entscheidend sind klare Regeln und eine konsequente Pflege.
Best Practices zur Verwaltung ihrer Vertriebspipeline werden häufig auf die Datenpflege reduziert. Mindestens genauso wichtig ist jedoch, dass dein Team klare Kriterien für Phasenwechsel, Zuständigkeiten und nächste Schritte festlegt.
Entferne inaktive Deals
Ein Lead, der seit Monaten nicht reagiert, sollte nicht automatisch weiterhin als realistische Verkaufschance gelten.
Definiere Regeln dafür, wann ein Deal pausiert, verloren oder aus der aktiven Pipeline entfernt wird. Dadurch werden deine Zahlen aussagekräftiger.
Suche nach Engpässen
Analysiere, in welchen Phasen Deals besonders lange verweilen oder häufig verloren gehen.
Wenn viele Interessent:innen nach dem Angebot abspringen, könnten beispielsweise Preisgestaltung, Angebotsstruktur oder vorherige Qualifizierung überprüft werden.
Bleiben dagegen viele Leads direkt nach dem Erstkontakt stehen, solltest du den Kontaktprozess genauer betrachten. Eine solche Analyse kann dir dabei helfen, deine Pipeline zu verwalten und Schwachstellen früh zu erkennen.
Verwende realistische Abschlusswahrscheinlichkeiten
Eine Umsatzprognose ist nur so hilfreich wie die Daten dahinter.
Schätze Wahrscheinlichkeiten deshalb nicht danach ein, wie optimistisch dein Team einen Deal bewertet. Nutze möglichst historische Daten: Wenn in der Vergangenheit 30 % der qualifizierten Leads einen Kauf abgeschlossen haben, ist dieser Wert eine bessere Ausgangsbasis als eine frei gewählte Wahrscheinlichkeit.
Halte nächste Schritte fest
Jeder aktive Deal sollte eine konkrete nächste Aktivität besitzen.
Fehlt diese, besteht die Gefahr, dass eine Verkaufschance zwar in der Pipeline sichtbar ist, tatsächlich aber nicht weiterbearbeitet wird. Klare Aufgaben helfen außerdem bei der Verwaltung ihrer Vertriebspipeline, wenn mehrere Teammitglieder an einem Verkaufsprozess beteiligt sind.
Automatisiere wiederkehrende Aufgaben
Mit zunehmender Zahl an Leads wird manuelle Pflege aufwendiger. Ein CRM kann als Tool für die Verwaltung deiner Kontakte, Aufgaben, Verkaufsgespräche und Deal-Phasen dienen.
Je nach System lassen sich beispielsweise Erinnerungen erstellen, Aktivitäten dokumentieren oder Leads automatisch bestimmten Verantwortlichen beziehungsweise Abläufen zuordnen. Solche Funktionen können deinem Team bei der Vertriebspipeline helfen und vor allem repetitive Verwaltungsaufgaben reduzieren.
Automatisierung ersetzt dabei nicht die persönliche Einschätzung eines Deals. Sie kann jedoch die Verwaltung vereinfachen und dafür sorgen, dass Informationen zuverlässig aktualisiert werden.
Vertriebspipeline im E-Commerce: Wann lohnt sie sich?
Nicht jedes E-Commerce-Geschäft benötigt einen umfangreichen persönlichen Vertriebsprozess. Wenn Kund:innen Produkte direkt und ohne zusätzliche Beratung im Onlineshop kaufen, können viele Schritte automatisiert ablaufen.
Besonders relevant wird eine Vertriebspipeline, wenn Kaufentscheidungen mehrere Kontaktpunkte umfassen oder dein Unternehmen einzelne Verkaufschancen aktiv betreut.
Das kann beispielsweise der Fall sein bei:
- hochpreisigen Produkten
- individuellen Angeboten
- beratungsintensiven Produkten
- B2B- und B2C-Verkäufen mit persönlicher Beratung
- wiederkehrenden Bestellungen
- maßgeschneiderten Produkten oder Leistungen
- längeren Entscheidungsprozessen
- Verkäufen über mehrere Kontaktpunkte oder Kanäle
Ein E-Commerce-Unternehmen kann dabei unterschiedliche Kaufprozesse gleichzeitig abbilden: Manche Kund:innen schließen ihren Kauf vollständig selbstständig im Onlineshop ab, während andere vor ihrer Entscheidung Beratung, ein individuelles Angebot oder weitere Informationen benötigen.
Die Vertriebspipeline stellt in solchen Modellen eine Verbindung zwischen persönlichen Vertriebsaktivitäten und dem digitalen Handel her. Gleichzeitig kann sie helfen, komplexere Verkaufschancen übersichtlich zu verfolgen, ohne den direkten Kaufprozess im Onlineshop unnötig zu verkomplizieren.
Fazit: Eine gute Vertriebspipeline schafft Übersicht
Eine Vertriebspipeline übersetzt deinen Verkaufsprozess in nachvollziehbare Phasen. Dadurch weiß dein Team nicht nur, welche Verkaufschancen gerade bestehen, sondern auch, welche Handlung als Nächstes erforderlich ist.
Für eine funktionierende Pipeline brauchst du keine möglichst große Zahl an Phasen. Entscheidend sind klar definierte Übergänge, aktuelle Daten und Kennzahlen, mit denen du erkennst, wie sich deine Deals tatsächlich entwickeln.
Besonders für E-Commerce-Unternehmen mit individuellen Angeboten, beratungsintensiven Produkten oder Kaufprozessen mit mehreren Kontaktpunkten kann die Vertriebspipeline deshalb eine wichtige Ergänzung zum automatisierten Verkauf über den Onlineshop sein. Sie verbindet einzelne Verkaufsaktivitäten mit messbaren Ergebnissen und macht sichtbar, wo dein Vertriebsprozess bereits funktioniert und wo noch Verbesserungspotenzial besteht.




